Sektenstrukturen in buddhistischen Gruppen - zum Hintergrund dieser Seiten
Es ist mir, einem buddhistischen Mönch, ein Anliegen darüber zu informieren, dass es buddhistische Gruppen gibt, in denen sich Sektenstrukturen entwickelt haben. Diese Internetseite bietet Prüfkriterien an, versucht Ursachen zu beleuchten und menschliche Schwächen, die zu solchen Phänomenen führen.
Für das Hinterfragen der eigenen Entwicklung oder der Entwicklung in einer Gruppe, bedarf es lediglich der Offenheit, des Mutes, der Ehrlichkeit - auch sich selbst gegenüber, ausreichender Information und des gesunden und kritischen Menschenverstandes.Ich war selbst in zwei Gruppen, die ganz klar Merkmale aufweisen, die typisch sind für sogenannte »Sekten« bzw. »Cults«. Auch kenne ich viele Buddhisten mit ähnlichen Erfahrungen und bin mir über die personenschädigenden und negativen sprirituellen Auswirkungen sehr bewusst.
Eigentlich ist es meines Erachtens die Funktion von übergeordneten Organisationen, wie der Deutschen Buddhistischen Union (DBU), solche Dinge anzugehen. Auch gibt es die Sektenbeauftragten des Senats von Berlin, bzw. der jeweiligen Länder und auch kirchliche Beratungsstellen. Ich habe mit den jeweiligen Stellen kommuniziert und trotz positiver Erfahrungen habe ich das Gefühl, so eine 'Prozess' dauert ewig bzw. es geht sehr zäh voran.
Pfarrer Gandow empfahl mir ganz klar, dass die Buddhisten hierfür selbst die Verantwortung übernehmen sollten. Das tue ich hiermit und hoffe etwas in Gang zu setzen, was einen fruchtreichen Schutz der Buddhismus-Offenen und Interessierten bewirkt, fern von schwarz-weiss und gut-und-böse Denken.
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Manipulation, Indoktrination & ... »Die Lust am Betrug und am Selbstbetrug eint Täter und Opfer. Nicht selten glaubt der Scharlatan selbst, was er sagt; das lernt er im Lauf seiner Karriere - nicht zuletzt, weil seine Kundschaft ihm fanatisch anhängt. Dabei ahnen alle die Gefahr. Doch die Hoffnung auf eine wunderhafte Wendung scheint ihnen immer noch trostreicher als der Trott des gesunden Menschenverstandes. Strenger ausgedrückt: Es ist erbärmlich anzusehen, wie die Menschen nach Wundern schnappen, um nur in ihrem Unsinn und Albernheiten beharren zu dürfen, und um sich gegen die Ohnmacht des Menschenverstandes und der Vernunft wehren zu können.« J.W. von Goethe [→] |
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AusstiegEin Ausstieg ist möglich. Aber er kann sich aufgrund 'implantierter' Ängste, engstirniger und einengender religiöser Sichtweisen, emotionaler Verwirrtheit und der eigenen psychischen, emotionalen und finanziellen Abhängigkeit von der Gruppe und ihrem Führer als sehr schwierig gestalten. Die häufig anzutreffende Isolation/Abschottung von der Außenwelt und der Verlust von Beziehungen zu Menschen außerhalb der Gruppe (z.B. zu Familie & Freunden) verstärken die Schwierigkeit eines Ausstiegs. [→] |

